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Jan Stronkhorst: Vielleicht bewirken Stan Ersthelfer noch mehr als unsere Betriebssanitäter 


19 January 2017

Schon seit langem war Jan Stronkhorst auf der Suche danach, wie er die (Brand)sicherheit in der Pflegeeinrichtung ‚Het Baken‘ organisieren und kontinuierlich verbessern kann. Sowohl die Sicherheit (u.a. Betriebssicherheit) als auch die Technik sind Aspekte, um die sich Jan als Facility Unit Manager bei ‚Het Baken‘ kümmert. „Da ich sowohl für die Technik als auch für die Betriebssicherheit verantwortlich bin, habe ich ein Symposium besucht, auf dem neue Perspektiven für die Betriebssicherheit vorgestellt wurden. Dort wurde auch deutlich, dass wir Anwohner und freiwillige Ersthelfer noch viel mehr mit einbeziehen können.

Es ist wichtig, die persönlichen Fähigkeiten nicht aus den Augen zu verlieren, vor allem bei Menschen, die sich selbst nicht helfen können. Bei schwereren Unglücken wird zusätzliche Hilfe dringend benötigt, vor allem in Pflegeeinrichtungen, in denen ein Großteil der Bewohner sich oft nicht selbst helfen kann und die Nächte zur Herausforderung werden. Dann ist es wichtig, auch Passanten, Besucher und Anwohner in der Gegend in den Blick zu nehmen, die hinzugezogen werden können,“ meint Jan.


Organisation von Bürgerbeteiligung


„Von Kollegen in anderen Pflegeeinrichtungen höre ich, dass sie selbst eine solche Bürgerbeteiligung für die Hilfe bei Unglücken organisieren. Aber es ist viel Arbeit, eine solche Organisation systematisch aufzubauen und zu pflegen. Und ein praktischer Aspekt kommt noch hinzu: Wenn wir die Umgebung alarmieren wollen, will ich ein System haben, das schnell und zuverlässig alarmieren kann. Technik ist dann unverzichtbar, um so etwas gut zu regeln. Nach meinem Gefühl sind wir schon gut vorangekommen, aber wir möchten noch einen Schritt weiter gehen. Außerdem bleiben Unfälle, die nachts geschehen, ein Schwachpunkt, weil dann viel weniger Personal – und also auch Betriebssanitäter – vor Ort sind,“ legt Stronkhorst dar.

„Ich wusste, dass es ‚HeartsafeLiving‘ gibt, und habe dort angefragt, ob wir das System nicht einsetzen können, wenn wir zusätzliche Hilfe brauchen. Es stellte sich heraus, dass ‚HeartsafeLiving‘ sich gerade umstrukturierte und zu Stan wurde. Anthon Wolf hat sich dann an uns gewandt und gefragt, ob wir für einen Probedurchlauf zur Verfügung stehen.”


Sicherheit gewährleisten


„Aufgrund der Veränderungen im Pflegesektor hat sich gezeigt, dass wir Sicherheit anders gewährleisten müssen. Daraufhin haben wir beschlossen, die Sicherheit innerhalb des Hauses zu organisieren. Das bedeutet für uns, dass alle Mitarbeiter involviert sind, also die Menschen, die wirklich in der Pflege tätig sind, aber auch das Verwaltungspersonal. Wir tragen alle zusammen die Verantwortung und jeder hat eine Aufgabe innerhalb der Betriebssicherheit. Darum haben wir Douwe Boonstra als Sicherheitsexperten und Berater für die Betriebssicherheit eingestellt. Er sorgt dafür, dass alle Mitarbeiter wenigstens „Basis-Helfer” werden. Die Betriebssanitäter werden für koordinierende Aufgaben zusätzlich ausgebildet.”

Pilotprojekt

„In dem Pilotprojekt bei ‚De Voord‘ haben wir gelernt, dass die Betriebssanitäter mehr koordinieren und anleiten müssen. Das ist eine Umgewöhnung und diese Verantwortung wollten wir nicht sofort allen Mitarbeitern zumuten. Die Betriebssanitäter werden darum intern mit Hilfe von Szenarien fortgebildet, die nach Anleitung von Douwe durchgespielt werden.”

Selbsthilfe

Innerhalb von ‚De Voord‘ können sich 80 bis 90% der Bewohner nicht selbst helfen. ‚Stan the safety staff‘ ist darum ein echter Mehrwert für ‚Het Baken‘, meint Jan. „Es gibt viele Bewohner, die bei einer Räumung Hilfe benötigen. Außerdem geht es nicht ohne Technik in einem so komplexen Gebäude wie dem unseren.”

Zusammenarbeit mit Stan Helfern

Über die Zusammenarbeit mit den Stan Helfern spricht Jan sich sehr positiv aus: „Alles, was ich bisher erlebt habe, ist fantastisch. Diese Menschen sind alle hoch motiviert. Sie sind nicht auf Sensation aus, sondern möchten wirklich helfen, um zu verhindern, dass ein Unglück noch schlimmer wird. Vielleicht bewirken die Stan Helfer bald noch mehr als unsere Betriebssanitäter, weil sie häufiger zu Hilfe gerufen werden und deswegen beherzter zupacken. Sie wissen darum, wie sie mit der Hektik umgehen müssen, die bei einem solchen Unglück entsteht.”


Erwartung

Zum Schluss die Frage, was Jan von dem ‚Stan the safety staff‘ erwartet: „Ich erwarte, dass uns ein gutes und zuverlässiges System geliefert wird. Wenn wir die 112 anrufen, bekommen wir dann automatisch zusätzliche Hilfe. Und zwar nicht etwa 100 Leute. Wenn es nur vier oder fünf sind, ist uns schon geholfen!”